Im Frühjahr des Jahres 1926 fanden sich die ersten Steyrer Arbeiterpaddler in einer neuen Sektion des ATSW und gaben sich den Namen „Forelle“. Rudolf Zagler war der Obmann.

Die Kinderfreunde im Wehrgraben überließen den Kanuten ihr Vereinshaus zum Bootsbau, Material und Werkzeug wurde selbst mitgebracht und im Sommer gingen bereits 15 Leinenkajaks auf die Enns.

Erste Bootsunterkunft war im Keller des Rathauses. Die Enns von Hieflau bis Mauthausen, die Salzach, der lnn und Donau waren die Flüsse, die den Paddler einen Ausgleich zur Arbeit gaben.

Zur Arbeiterolympiade entsandte die Sektion erstmals eine Wettkampfmannschaft. Die darauffolgenden Jahre brachten kontinuierliche Entwicklung und die bunten Boote der „roten“ Paddler waren bald ein Teil des Stadtbildes geworden.

Mit der 1934 von der Regierung erzwungener Auflösung der Arbeitersportvereine beschlagnahmte man auch das Vereinseigentum der sozialistischen Paddelsektion. 1934 kam es zur Spaltung in „Kajak und Segelsportverein Forelle Steyr“, die 1947 in Münichholz eine eigene Sportstätte errichtete. Dem Arbeitersportverein gelang über die damalige Einheitsgewerkschaft die Mittel zum Bau des Bootshauses am Ennskai zu erhalten. 1935, als das Bootshaus nach unzähligen

Arbeitsstunden fertig war, wurde der Verein nach der Besetzung Osterreichs durch die Nazis erneut aufgelöst.

Die ehemaligen Mitglieder verloren sich in alle Winde. Für die Treue der Arbeiterpaddler zur Arbeiterbewegung zeugen ihre Toten. Hans Wagner, Friedl Greilhuber und Hans Hietler ließen ihr Leben im Spanischen Bürgerkrieg. Otto Pensl wurde hingerichtet.

Nach dem Weltkrieg fanden im August 1950 erneut Arbeitersportler zusammen, um eine Paddelsektion innerhalb des ATSV Steyr zu gründen.

1958 fanden in Steyr am Kugelfang die Weltmeisterschaften statt. Zu diesem Anlass wurde das Bootshaus renoviert. Nach den schweren Hochwässern (1959, 2002) wurde eine Generalsanierung notwendig. Seit 2007 stand das Bootshaus wieder voll für die Vereinsmitglieder

zur Verfügung. Die Sektion Paddeln hat zudem gemeinsam mit der Forelle Steyr seit 1976 ein.

schönes Kanutrainingszentrum am Zusammenfluss von Steyr und Teichl in St. Pankraz.

2025 musste der ATSV Steyr leider dem Umbau des Paddlerhauses zu einer Gaststätte weichen und fand neue Räumlichkeiten in Zwischenbrücken.